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Bauthermografie Webinar Fragen und Antworten
02-15-2016, 06:47 AM
Post: #1
Bauthermografie Webinar Fragen und Antworten
F: Wie kann ich einen nassen Estrich unter Fliesen thermografisch nachweisen? [F: 15:04]

A: Durch aktive Thermografie (gezieltes Einbringen von Wärmeenergie) im Vergleich zu trockenen Estrichbereichen


F: bei welcher Umgebungstemperatur sollte thermografiert werden? [F: 15:10]

A: Das kommt auf die Aufgabe an, wichtig ist vor allem die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen.



F: Gibt es eine Mindestdauer bzw. einen Sollwert über die Dauer des "stabilen" Temperaturunterschiedes? [F: 15:10]

A: Nein, da es auf die Konstruktion ankommt (Leichtbauweise, Massivbauweise, etc.)



F: Nachdem es sich um eine Messung der IR-Strahlung handelt, ist wohl der erste Punkt sicherzustellen, dass die gesamte dargestellte Fläche denselben Emissionskoeffizienten hat und keine Geometriefaktoren täuschen. [F: 15:13]

A: Nein, die Strahlungssituation muss richtig bewertet werden und gegebenenfalls sind die Objektparameter

in der Kamera anzupassen.



F: kann man ungefähr sagen, wie viel Energie verloren geht bei schlechter Dämmung? [F: 15:18]

A: Theoretisch im Laborversuch schon, im Feldeinsatz wird das aufgrund unsicherer Beiwerte NICHT gemacht.



F: Welche Kamera haben Sie benutzt für die Aufnahmen, mit welcher Auflösung? [F: 15:18]

A: Die im Webinar gezeigten Bilder stammen von verschieden FLIR Kameras, von E40 bis T640 bei Auflösungen von 160x120 bis 640 x 480 Pixel


F: Bzw. welche Kamera mit welcher Auflösung empfehlen Sie für Gebäudeaufnahmen von außen?? [F: 15:23]

A: Wenn Sie ernsthaft thermografieren wollen, sollten Sie 320x240 Pixel oder mehr wählen.



F: Gibt es eine Faustregel zur Einstellung des Temperaturbereiches? [F: 15:19]

A: Prinzipiell nein; aber bei FLIR Kameras für Bau immer den niedrigsten Temperaturbereich wählen,



F: Darf ein Elektrounternehmen eine Bauthermografie durchführen (inklusive Thermobericht)? [F: 15:22]

A: Ja, die Frage ist nur ob er ausreichend Hintergrund-und Objektwissen über Gebäude besitzt um vernünftige Schlussfolgerungen zu ziehen.



F: Ist es besser Thermographie von außen oder von Innen Durch zu führen? [F: 15:23]

A: Das muss situationsbedingt entschieden werden.



F: meiner Information gibt es eine Norm, wer Thermografie machen darf? [F: 15:23]

A: Nein, thermografieren darf jeder. Es kommt darauf an, was der Auftraggeber an Qualifikation einfordert.



F: Geben die angezeigten Temperaturen nur die Bauteiloberfläche wider, oder die Bauteildurchschnittstemperatur im entsprechenden Bereich? [F: 15:23]

A: Man sieht immer nur die Oberflächentemperaturen, die aus der von der Oberfläche stammenden Strahlung korrekt errechnet werden, falls man alle Objektparameter richtig einstellt.



F: Welche Reflexionstemperatur und welcher Emissionsgrad sind einzustellen? [F: 15:23]

F: Welcher Emissionskoeffizient wird für die Aufnahmen eingestellt? [F: 15:23]

A: Das kommt auf die jeweilige Situation an (Objektoberfläche, Umgebungsstrahlung)



F: Wie wirkt sich eine nasse Oberfläche nach Regen auf die Thermografie aus? [F: 15:25]

A: Das kann viele unterschiedliche Einflüsse haben, bauphysikalische und eine Veränderung der Strahlungseigenschaften.



F: Gibt es eine Möglichkeit, die Wirksamkeit der Wärmedämmung einer Fensterscheibe zu überprüfen? [F: 15:26]

A: Ja, das können Sie mit Thermografie machen.


F: Warum ist der Luftdruck oben höher? Normalerweise nimmt der Luftdruck mit der Höhe ab. [F: 15:27]

A: Weil die warme Luft nach oben steigt (Kamineffekt)



F: Verwendet man für den Blowerdoortest nur die Haustür, oder kann man auch einzelne Räume und deren Zimmertür verwenden? [F: 15:31]

A: Es können alle möglichen Bauteilöffnungen verwendet werden



F: Gilt beim BlowerDoorTest auch eine Temperaturdifferenz von 15° ? [F: 15:31]

A: Nein



F: kann ich auch hier Feuchtigkeit/ Kondensbildung von kalter Luft unterscheiden? [F: 15:33]

A: Luft an sich kann erst einmal nicht mit der Wärmebildkamera gesehen werden. Streicht Luft über eine Oberfläche und es kommt zu Energieaustausch, ergeben sich typische Strömungsmuster. Feuchte erscheint eher „fleckig“, oft mit weichen Übergängen, falls sie tief im Bauteil ist.

F: Eine geringere Temperaturdifferenz (10 Grad gibt ein etwas schlechtes Bild, aber vielfach noch ein guten Hinweis [F: 15:33]

A: Ja



F: Ab welcher Temperaturdifferenz ist die kritische Grenze? [F: 15:34]

A: Es gibt keinen absoluten Grenzwert; das muss situationsbedingt und nach eigenen Fähigkeiten festgelegt werden


F: wie unterscheidet man Feuchtigkeit von Kälteeintritt? [F: 15:36]

F: wie unterscheidet man Feuchte von Lufteintritt? [F: 15:36]

F: Wie unterscheide ich Feuchte und Luftundichte Stellen? [F: 15:36]

A: Am besten durch geschicktes Anregen z. B. mit BlowerDoor



F: Sieht ein Wärmeleck bei Feuchtigkeit nicht auch aus, wie bei defekter Isolierung? [F: 15:37]

A: Das kann ähnlich aussehen, thermografische Inspektionen sollten mit weiteren Messtechniken, .z.B. Feuchtemessgerät ergänzt werden



F: gibt es eine bevorzugte Wellenlänge des Detektors für Bauthermographie? Kurzwelle 2,8-5µm oder Langwelle 8-13µm? [F: 15:41]

A: Nein, die modernen handgehaltenen Mikrobolometerkameras arbeiten im LW-Bereich. Diese sind wesentlich preisgünstiger als Mittelwellenkameras (Bereich 2,5-5µm)



F: Um gerade bei sehr großen Flächen oder Objekten festzustellen, ob Feuchtigkeit oder Wärmeleckage vorliegt, kann man auf den Einsatz einer Wärmebildkamera aus der Luft setzen. Worauf ist hier zu achten, insbesondere in Bezug auf den Blickwinkel auf die Flächen und das Objekt? Inwiefern sollte man hier die Sonneneinstrahlung achten, um ggf. Reflektionen zu vermeiden? [F: 15:41]

A: Auf die gleichen Dinge wie bei normaler bodengestützter Thermografie. Die reflektierte Temperatur muss immer bezüglich der Aufnahmeposition bestimmt werden, sowohl in der Luft als auch am Boden.



F: Kann man auch Schimmel erkennen der weggewischt wurde auf einer Wand? F: 15:41]

A: Ja, wenn die Ursache eine Wärmebrücke ist.



F: Bei welcher Kamera geht das automatisch? [F: 15:43] (Das = Taupunkterkennung)

A: Alle FLIR Baukamera Versionen (…bx) haben die Taupunkterkennung.


F: stellen Sie den Emissionsgrad oft um während der Thermografie? [F: 15:44]

A: Das kommt auf die Aufgabe an, bei Luftdichtigkeitsprüfung ist das nicht notwendig, bei Temperaturmessung auf verschiedenen Oberflächen eher.



F: Eignet sich eine Flir E8 Kamera auch zur Bauthermografie? [F: 15:46]

A: Ja. aber meistens nur für Innenaufnahmen.



F: Zu welcher Tageszeit und wie werden PV-Anlagen thermografiert? [F: 15:47]

A: Bei 500 W/m2 besser 700 W/m2 Einstrahlung, max ¼ bewölkt.



F: Wie stelle ich den Emissionsfaktor ein bei Gebäuden mit unterschiedlichen Materialien (Kunststoff, Putz, Metall etc.)? [F: 15:34]

F: Wie stelle ich den Emissionsgrad bei gemischten Flächen ein? [F: 15:47]

A: Auf die die jeweiligen Emissionsgrade, für ein Überblickbild verwenden Sie den Emissionsgrad des wichtigsten Materials oder dessen, das am meisten Fläche einnimmt.



F: Gibt es eine Tabelle für den Emissionsgrad typischer Materialien[F: 15:48]

A: Ja, z.B. in den Kamerahandbüchern. Auch in vielen Kameras sind solche Tabellen hinterlegt. Sie sollten allerdings mit Vorsicht verwendet werden.



F: Frage: in der ÖNORM M3043 steht bei Qualifikation des Personals, dass das die thermische Prüfung durchführt, gemäß EN ISO 9712 qualifiziert und zertifiziert und gemäß M3042 autorisiert sein. Darf ein Elektriker damit eine thermografische Prüfung an einer elektr. Anlage machen? [F: 15:52]

A: Soweit ich sehe, ist bezieht sich die ÖNORM M3042 auf die EN 473. Letztere ist durch die ISO 9712 ersetzt, und die ÖNORM M3042 wurde am 2013-06-01 zurückgezogen. Die ÖNORM M3043 beschreibt die Thermografische Prüfung; ist der Thermograf entsprechend qualifiziert, kann er prüfen.

F: Bitte noch einmal auf den Neigungswinkel bei der Thermografie eingehen: Fußboden oder draußen Schrägdächer. [F: 15:52]

A: Der Emissionsgrad verringert sich deutlich ab etwa 70 Grad Neigung, somit beinhalten die Messwerte mehr Strahlung aus der Umgebung.



F: Welche Zertifizierung sollte man min. haben? [F: 15:53]

A: Selbständigen Dienstleister sollten Stufe 2 oder Kategorie 2 zertifiziert sein. In größeren Unternehmen werden die Anforderungen an die Qualifikation meist intern vorgegeben, wobei die „nur Ausführenden“ oft mit einer Stufe 1 oder Kategorie 1 gut beraten sind.



F: Wie kann das deltaT bei der thermografischen Untersuchung von Feuchte in Innenräumen realisiert werden? [F: 15:53]

A: Aufheizen mit Heizung oder transportablen Strahlern.



F: Welche unterschiedliche Anforderungen an die Kameras, gibt es bei Bau- und Elektro-Thermographie? [F: 15:56]

A: Für die Industrie/Elektrothermografie benötigen Sie eher mehrere Messbereiche.



F: Was für ein Programm/welche Software benötigt man für die Auswertung? [F: 15:56]

A: Die aufgenommenen Thermogramme sind radiometrische JPGs, die in FLIR Software wie FLIR Tools, FLIR Tools+ oder ResearchIR analysiert werden können.



F: Was sind die kleinsten Temperaturdifferenzen die man zur Feuchtemessung auf Wänden sicher bewerten kann? [F: 15:57]

A: Das kann Im R&D Bereich bis zu ein paar Millikelvin gehen, eine entsprechende hochauflösende Kamera wird dazu benötigt.



F: Was stelle ich bei der reflektierten Temperatur ein? [F: 15:58]

A: Die aus der Umgebung stammende Strahlung, die von der Objektoberfläche in die Kamera reflektiert wird, ausgedrückt als Temperaturwert.



F: Welche reflektierte Temperatur sollte im Freien eingestellt werden (sonniger Tag, 20°C Lufttemperatur)? [F: 15:58]

A: Das kommt auf Ihre Position an. Scheint die Sonne auf Ihr Objekt kann die reflektierte Temperatur sehr hoch sein, reflektiert nur der Himmel, kann sie -40°C betragen. Und für andere Fälle alles dazwischen. D.h. Sie müssen die reflektierte Temperatur im Prinzip für jede Aufnahmeposition und auch Oberflächenwinkel des Objekts neu bestimmen. Die reflektierte Temperatur im Freien entspricht nur in Ausnahmefällen der Atmosphärentemperatur.



F: Woher resultiert die Refl. Temperatur, welchen Wert stellt man ein, je nach Witterung? [F: 15:58]

A: Die reflektierte Temperatur beschreibt die Störstrahlung aus der Umgebung, die vom Messobjekt in die Kamera reflektiert wird. Sie muss situationsbezogen bestimmt werden.



F: gibt es einen Standard-Emissionsgrad? [F: 16:00]

A: Nein. Der Emissionsgrad ist immer Oberflächenabhängig und das Material, die Oberflächenbeschaffenheit sowie der Aufnahmewinkel beeinflussen ihn. Im Baubereich kann jedoch 0,9 standardmäßig verwendet werden, um dann falls notwendig für eine genaue Temperaturmessung, den Emissionsgrad anzupassen.
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